Zusammen gegen Krieg

Seit dem Ende der 90er Jahre sind Militäreinsätze für die BRD zu einem gängigen Mittel der Außenpolitik geworden. Aktuell sind deutsche Soldaten an 11 Auslandseinsätzen beteiligt. Die meist zu humanitären Interventionen verklärten Kriege haben dabei verheerende Folgen für die Betroffenen, wie das Beispiel Afghanistan aufzeigt.

Auf Wirken der USA endet in diesem Jahr für die Nato der umfangreichste und längste Krieg unter Beteiligung der Bundeswehr nach zwanzig Jahren mit einer niederschmetternden Bilanz. Allein 2020 zwang der durch das Militärbündnis in Gang gesetzte Krieg 2,6 Millionen Menschen in die Flucht und führte und führt jährlich zu tausenden Toten innerhalb der Zivilbevölkerung. Mehr als die Hälfte der Afghan*Innen lebt in absoluter Armut. Dennoch ist sich die Bundesregierung nicht zu schade den Einsatz mit dem Argument zu verteidigen, dass ein Anschlag, wie der vom 11. September 2001, nicht mehr von afghanischem Boden ausgehen könne. Die Ignoranz und Gleichgültigkeit gegenüber der Lebenssituation der Menschen vor Ort wird dabei umso deutlicher, wenn Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer gebetsmühlenartig weitere Auslandseinsätze der Bundeswehr fordert und dies mit der Verantwortung Deutschlands in der Welt rechtfertigt.
Die oftmals angeführten „humanitären“ Gründe sollen dabei eher die Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber den zahlreichen Kriegseinsätzen steigern, als dass diese ein tatsächliches Ziel darstellen.

Bei allen Verklärungen und Beschönigungen muss klar sein, dass sich seit eh und je die Beteiligungen an Kriegen seitens der BRD immer an den eigenen ökonomischen Interessen ausrichtet. Die militärischen Interventionen des „Verteidigungsbündnisses“ Nato sind nichts als ein weiteres Mittel zu Aufrechterhaltung und Durchsetzung wirtschaftlicher und geostrategischer Interessen der angreifenden Staaten und damit stets gegen das Interesse eines Großteils der betroffenen Bevölkerung gerichtet. Dagegen äußern wir gemeinsam unseren Protest.
Dieser beginnt für uns im Kleinen hier vor Ort, in unserem Stadtviertel.

Anlässlich des Antikriegstages wird es daher auch in diesem Jahr eine Kundgebung in Stuttgart Ost geben, die sich klar gegen Kriege positioniert.

Mit verschiedenen Reden und musikalischen Beiträgen möchten wir an Kriege und ihre Ursachen erinnern, den Betroffenen gedenken und unseren Kampf für eine Gesellschaft ohne Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung auf die Straße tragen.

Kundgebung
Freitag, 03. September, 17:30 Uhr
Lukasplatz, Stuttgart-Ost